Fruchtfolge und Ernterückstände

Der konsequente Wechsel zwischen Halm- und Blattfrüchten schafft die Voraussetzung, um Probleme mit Durchwuchs, Verunkrautung und Pflanzenkrankheiten zu vermeiden-

Mit zunehmender Balkenbreite der Mähdrescher entsteht der Effekt, dass die Spreu hinter der Maschine auf einem relativ schmalen Streifen abgelegt wird. Es empfiehlt sich daher, den Mähdrescher sowohl mit einem Spreu- als auch mit einem verstellbaren Strohverteiler auszurüsten, weil eine ungleiche Spreu- und Strohverteilung die Keimung des Saatgutes hemmt und einen weiteren (vermeidbaren) Bearbeitungseingriff erfordern kann. Notfalls schaffen Strohräumer im Form von Stahlfingerrädern Abhilfe.

Strohmanagement

Spreuverteiler                        Strohverteiler                                 Stahlfingerräder

Strohmanagement:

Die Ernterückstände gehören bei der Direktsaat zu den wichtigsten Einflussfaktoren. Die permanente Bodenbedeckung hilft mit, Erosion zu vermeiden und die Verdunstung von Wasser zu vermindern. Sie dient zusätzlich als Nahrung für die Regenwürmer und gewährt den Bodenlebewesen Unterschlupf. Daneben können aber grössere Strohmengen die Saat behindern, indem eine saubere Saatgutablage und damit ein guter Kontakt des Saatkorns mit dem Boden verhindert wird. Deshalb ist das richtige Strohmanagement von entscheidender Wichtigkeit für das Gelingen von Direktsaaten.
Wird das Stroh abgeführt, kann normal geerntet werden, da die verbleibenden Stoppeln die nachfolgende Saat nicht behindern.
Wird das Stroh zur Bodenverbesserung auf dem Feld gelassen und erfolgt die Direktsaat mit einer Scheibenschar-Sämaschine, empfehlen wir, das Getreide beim Dreschen möglichst hoch zu mähen. Idealerweise sollte das Stroh nicht kurz gehäckselt, sondern nur gut verteilt werden. Bei kurz gehäckseltem Stroh besteht die Gefahr, dass das Stroh in die Säschlitze gedrückt und somit der Bodenkontakt des Samens verhindert wird. Bei Maschinen mit Meisselscharen empfehlen wir, das Stroh kurz zu häckseln, damit es nicht zu Verstopfungen kommt.
Nebst der Strohverteilung muss auch die Spreu verteilt werden.


Ungleiche Spreu- und Strohverteilung hemmt die Keimung des Saatgutes

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SWISS NO-TILL last update: 30.1.00, rs