Allgemeines zu Direktsaat
  Merkmale der Direktsaat im Vergleich zu herkömmlicher Bodenbearbeitung:

           Direktsaat senkt die Produktionskosten

Flächenleistung
Anzahl Überfahrten
Arbeitszeit
Materialverschleiss
Treibstoffverbrauch
            Direktsaat schützt den Boden
Regenwürmer
biologische Aktivität
Durchwurzelung
Humusgehalt
Porosität
Krümelstabilität
Verdichtung
Tragfähigkeit
Wasser- und Winderosion
Solche Bilder gehören der Vergangenheit an:

            Direktsaat schont das Wasser...

Infiltration
Kapillaraufstieg
Nitratauswaschung

            ... und die Umwelt

Bodenverlust
Nährstoffverluste
Abtrag von Pflanzenschutzmitteln
Trinkwasserqualität
Luftqualität

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Voraussetzungen für eine erfolgreiche Direktsaat:

ausgeglichene Fruchtfolge
konsequenter Wechsel zwischen Halm- und Blattfrüchten

Vorfruchternte
unter guten Bedingungen

Handhabung der Ernterückstände
Hochschnitt
Stroh bergen oder
Spreu und Stroh regelmässig verteilen

permanente Bodenbedeckung
Hauptkultur
Pflanzenreste
Zwischenkultur

Bodenbeschaffenheit
durchlässig
eingeebnet
frei von Fahrspuren
abgetrocknete Säbedingungen
ausreichende Stickstoffverfügbarkeit bei der Saat

Regulierung von Durchwuchs und Unkräutern (v.a. Ausdauernde)
nicht selektives Herbizid vor der Saat und/oder
Kontaktherbizid im Nachauflauf
Vorsicht: gewisse Herbizide bauen sich nur sehr langsam ab!
frühzeitiger Säuberungsschnitt oder Mulchen nach Wiesen-Direktsaaten

Regulierung von Schädlingen
auf abgeernteten Maisparzellen den Maiszünsler durch exaktes Zerkleinern der Stengelteile bekämpfen
Schneckenbefall kontrollieren

angepasste Mechanisierung, d.h. Druckbelastung des Bodens reduzieren
Gesamtgewicht der Fahrwerke reduzieren
Breit- bzw. Niederdruckreifen einsetzen

angepasste Mechanisierung, d.h. geeignete Sätechnik
Einsatz einer Spezialmaschine über eine Lohnunternehmung oder
durch Kauf und überbetreiblichen Einsatz

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Die Umsetzung dieses Anbausystems erfordert

"Sich nicht am äusseren Schein eines Direktsaatfeldes aufhalten, sondern am Endergebnis"
(Jacky Bussy, Landwirt und Direktsaat-Unternehmer, Pampigny)

In der Umstellungsphase brauchen die Regenwürmer Zeit, um sich zu vermehren. Der Boden muss sich an das System Direktsaat anpassen. Dies dauert 3 bis 6 Jahre. In dieser Zeit sind Ertragsschwankungen möglich; sie gleichen sich jedoch nach kurzer Zeit aus.
 

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SWISS NO-TILL last update: 30.1.00, rs