Erosion - eine schleichende Gefahr

In Europa nimmt die Bodenerosion zu und damit die Ertragsfähigkeit der Böden auf lange Sicht entsprechend ab. Die Ertragsverluste können bis zu 30% betragen. Rund 115 Mio. ha oder 12% sind in Europa wassererosionsgefährdet und 42 Mio. ha oder 4% winderosionsgefährdet. 

Durch den Strukturwandel in den letzten 30 Jahren in der Landwirtschaft hat die Bewirtschaftung der Böden tiefgreifende Änderungen erfahren. Damit hat auch im schweizerischen Ackerbau die Bodenerosion zugenommen. 

Zu Bodenerosion kommt es dort, wo der Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen kann, Niederschläge, vor allem ergiebige Starkregen (Gewitterregen) in der Zeit mangelnder Bodenbedeckung wirken erosionsfördernd. Die auf den ungeschützten Boden aufprallenden Regentropfen zerstören die Bodenstruktur und führen zur Verschlämmung der Bodenoberfläche. Durch die Verschlämmung wird die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens herabgesetzt, der Oberflächenabfluss gesteigert und damit die erodierende Kraft des Wassers verstärkt. Auch bei rascher Schneeschmelze kann es zu bedeutendem Bodenabtrag kommen, wenn der wassergesättigte oder noch gefrorene Boden das zusätzlich anfallende Schmelzwasser nicht aufnehmen kann.

Was ist Bodenerosion? Bodenerosion nimmt zu Bodenerosion kann man selber abschätzen
Bodenerosion ist schädlich Bodenerosion hängt von verschiedenen Faktoren ab Boden vor Erosion schützen
 

Gesetzliche Bestimmungen

Seit dem 1. Oktober 1998 ist die Verordnung über die Belastung des Bodens (VBBo) in Kraft. Sie bezweckt die langfristige Erhaltung gesunder Böden und verpflichtet Bewirtschafter und Bewirtschafterinnen zur Vermeidung von Erosion und Verdichtung. Sie regelt daneben auch den Umgang mit ausgehobenen Bodenmaterial und das Vorgehen bei chemisch belasteten Böden.

 

 

Die Texte auf diesen Seiten sind zum grössten Teil aus dem Merkblatt Bodenerosion "Erosion - eine schleichende Gefahr" übernommen worden (Autoren: Arbeitsgruppe Bodenerosion Nordwestschweiz). Ansprechpartner und Bezugsquelle zum Merkblatt finden sich in folgenden Kantonen:

AG Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg, 5722 Gränichen, Tel.: 062 855 86 55
BE Bodenschutzfachstelle des Kantons Bern, Rütti, 3052 Zollikofen, Tel.: 031 910 53 30
BL Landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain, Postfach, 4450 Sissach, Tel.: 061 976 21 21
FR Landw. Institut des Kantons Freiburg, Boden und Düngung, Grangeneuve, 1725 Posieux, Tel.: 026 305 58 69
LU Kantonales Amt für Umweltschutz, Postfach, 6002 Luzern, Tel.: 041 228 60 60
SO Amt für Umweltschutz, Abt. Boden, Werkhofstr. 5, 4509 Solothurn, Tel.: 032 627 24 47
  Bildungszentrum Wallierhof, Höhenstrasse 46, 4533 Riedholz, Tel.: 032 627 09 51

 

last update: 11.05. 2011 / rs