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Direktsaat ABC - Tipps zu Direktsaat von Praktikern für Praktiker: | ||
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ÄHRENFUSARIEN / MYCOTOXINE |
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Beobachtungen/Erfahrungen |
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Mycotoxine können zu Problemen im Schweinestall führen. Auch unsaubere Pflugarbeit oder Pflugeinsatz bei schlechten Bedingungen kann Fusarienprobleme verursachen. Das Walzen der Maisstoppeln bringt nur unzureichenden Bodenkontakt, die Stoppeln stellen sich wieder auf. Es fehlen Versuchsergebnisse der Forschungsanstalten auf langjährigen Direktsaatböden. |
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Empfehlungen |
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Bei der Problembekämpfung am wichtigsten ist erstens die Fruchtfolge und zweitens die Sortenwahl.
Fruchtfolge/Vorfrucht: Fruchtfolge umstellen, jährlich konsequenter Wechsel von Blatt- zu Halmfrucht. Keinen Winterweizen oder Triticale nach Silo- oder Körnermais, keinen Mais nach Mais sowie keinen Weizen nach Weizen anbauen. Mögliche Kultur nach Mais im Direktsaat-System sind Zuckerrüben oder Leguminosen. Weizen folgt dann auf die Leguminosen. Wer kann, nimmt den Mais aus der Fruchtfolge. Zuckerrüben nach Mais kann, verzichtet wegen Rhizoctonia- und andern Bodenpilzen auf Mais in der Fruchtfolge.
Sortenwahl: Wer Winterweizen säen will, soll Arina säen. Eine weitere wenig anfällige Winterweizensorten ist Titlis. Hochanfällige Sorten sind zu meiden (vgl. aktuelle Sortenliste). Getreide nicht zu spät und nicht zu dicht säen, und dies nur in exakz gemulchte Maisrückstände, falls nicht anders möglich. Auch bei Mais resistente, frühreife Sorten wählen. Eine frühzeitige Maisernte hilft dem nachfolgenden Getreide zu einem optimalen Start.
Strohmanagement: Strohrotte und Bodenleben sind unbedingt zu fördern. Maisstroh konsequent und exakt mulchen, das heisst Silomaisstoppel bzw. Körnermaisstroh sehr gut zerkleinern, nötigenfalls zweimal mulchen, einmal in entgegengesetzter Richtung. Dabei auf den ehemaligen Maisreihen fahren, weil so die Maisstoppeln auf den Boden gedrückt werden und durch den Bodenkontakt schneller verrotten können. Ein Mähdrescher, ausgerüstet mit Spreuverteiler und verstellbaren Strohleitblechen ermöglicht die gleichmässige Verteilung der Ernterückstände. Werden Ernterückstände eingearbeitet, dann nur flach, maximal 15 cm tief in die umsetzungsaktive Bodenschicht. Fungizideinsatz: Fungizidbehandlungen sind nur als Feuerwehrmassnahme in Betracht zu ziehen. Strobilurine sind möglichst zu meiden. Jede Fungizidbehandlung mindert die natürlichen Gegenspieler der Fusarienpilze und ist kontraproduktiv (Mykorrhiza-Verluste)! |
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Weiterführende Links: Pressemitteilungen
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Fusarienbefall in Winterweizen (Foto: H.R. Forrer, Agroscope FAL Reckenholz ) |
Fusarium gramineum bildet auf Stroh- und Stoppelresten Fruchtkörper (Kreis), in denen flugfähige Askosporen ausgebildet werden. Diese können die Kulturen infizieren. (Foto: S. Vogelgsang, Agroscope FAL Reckenholz)
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SWISS NO-TILL, 28.04.2007