Direktsaat ABC - Tipps zu Direktsaat von Praktikern für Praktiker:

 

 

ZUCKER (UND FUTTER-)RÜBEN

Beobachtungen/Erfahrungen

Die Zuckerrübe ist eine dankbare Direktsaatkultur. Sie ist ertragssicher. Versuche zeigen keinen Ertragsunterschied zu konventionellem Rübenanbau.

Der oft harzige Start wird später mühelos aufgeholt.

Zuckerrüben lockern die Fruchtfolge auf. Sie stellen aber an die Bodenstruktur hohe Anforderungen. Das Bodengefüge muss schon bei der Saat in Ordnung sein. Eine gute Tragfähigkeit erlaubt im Herbst eine schonende Ernte. 

Vor allem bei trockenen Bedingungen eignet sich eine Direktsaat sehr gut.

 

Empfehlungen

Stellung in der Fruchtfolge:

Nach einer Zwischenkultur wie Senf, Phacelia oder Roggen als Vorfrucht. 

 

Saat:  

In der Umstellungsphase macht man eine leichte Bodenbearbeitung vor der Saat: ein Durchgang mit dem Zinkenrotor oder einer Egge --> garantieren eine verstopfungsfreie Saat.

Nur bei trockenem Wetter säen, sonst verstopft die Sämaschine.

Auf die Schnecken achten!

 

Pflanzenschutz:

Bei der Unkrautbekämpfung Herbizid splitten, 3 bis 4 x spritzen, Bodenherbizid und Kontaktherbizid, bei Mulchauflage muss die Kontaktherbizidmenge erhöht werden.

Wasser: 300 Liter/ha, nachher Rüben nicht hacken, sonst wird der Schutzfilm zerstört.

 

Düngung:  

Oft wird Mist oder Gülle bereits zur Gründüngung verabreicht, im Frühling sind dann nur noch ca. 2 kg/a Ammonsalpeter nötig.

Hühnermist, total 70 Einheiten N, Startdüngung zur Saat ist von Vorteil.

Weiterführende Links

 

Zuckerrüben, direkt gesät am 24.4.06, Vorkultur Wintergerste und Oelrettich

(Oberacker, Rütti, Zollikofen, Bild vom 16.6.06)

 

Zuckerrüben, direkt gesät am 24.4.06, Vorkultur Wintergerste und Oelrettich

(Oberacker, Rütti, Zollikofen, Bild vom 28.7.06)

   SWISS NO-TILL,  28.02.2007