Direktsaat ABC - Tipps zu Direktsaat von Praktikern für Praktiker:

 

 

WEIZEN (BROT- UND FUTTERWEIZEN)

Beobachtungen/Erfahrungen

Weizen ist eigentlich eine einfache Kultur für Direktsaat.  

In leichten Böden geht Weizen sehr gut nach Zuckerrüben, weil die Zeit zum Pflügen sowieso zu knapp ist.

Weizen sieht am Anfang oft etwas schwach aus gegenüber konventionellem Weizen. Ist aber trotzdem standfest, wenn er nicht zu dick gesät ist und gibt meistens den besseren Ertrag. Ein besserer Ertrag hat aber oft auch damit zu tun, dass Direktsäer ihre Kulturen viel besser beobachten und entsprechend reagieren können (F. Rösli).

Weizen kann nie dreimal schön sein, im Herbst, im Frühling und bei der Ernte! (A. Wyssbrod)

Direktsaatweizen erträgt die Sommertrockenheit besser.

Es ist seltener Lagergetreide sichtbar.

Mit Direktsaat wird auch Saatgut-Weizen und Extenso-Weizen produziert.

 

Empfehlungen

Stellung in der Fruchtfolge:

Am besten zwischen Hackfrüchten. Zum Beispiel: nach Kartoffeln, nach Soja, nach Zuckerrüben, nach Mais. Achtung nach Mais, siehe Fusarien und Mycotoxine! Wichtig ist die Sortenwahl. Ist der Mais die Vorfrucht, so soll eine frühreife Maissorte gewählt werden, so dass der Weizen noch in den warmen Boden gesät werden kann.

 

Saat:  

Saaten sind möglich ab 1. September bis in den Spätherbst. Bei frühen Saaten die Saatmenge leicht reduzieren.

 

Pflanzenschutz:

Unkrautbekämpfung wenn möglich als Nachauflauf im Herbst machen. Sonst keine weiteren Besonderheiten.

 

Düngung:

Die erste Düngergabe ist die wichtigste. 50-60 Einheiten N total und eher früh verabreichen. Die letzte Gabe bei sichtbarem Fahnenblatt, ganze Menge splitten in drei Gaben. So ist immer genügend Dünger vorhanden, die Pflanzen sind gut versorgt.

Vorschlag: 

1. Gabe: 15-20 Einheiten N zur Saat direkt in den Saatschlitz streuen, bei Maisstroh ca. 20m3 Gülle auf das 

    Maisstroh, um die Verrottung zu fördern. Achtung: Nitratauswaschungsgefahr!

2. Gabe: Im Frühjahr 20-30 Einheiten Handelsdünger und eventuell 20-30 m Gülle.

3. Gabe: Nach Abschluss Bestockung mit Gülle oder Flüssigdünger.

Weizen (wie auch Gerste) reagieren sehr gut auf späte Güllegaben.

Winterweizen, direkt gesät am 12.10.05, Vorkultur Zuckerrüben

(Oberacker, Rütti, Zollikofen, Bild vom 21.4.06)

Winterweizen, direkt gesät am 12.10.05, Vorkultur Zuckerrüben

(Oberacker, Rütti, Zollikofen, Bild vom 14.7.06)

   SWISS NO-TILL, 28.02.2007