Direktsaat ABC - Tipps zu Direktsaat von Praktikern für Praktiker:

 

 

REIFEN, REIFENDRUCK, RADLAST, ACHSLAST

Beobachtungen/Erfahrungen

  • Wichtiger als Reifendruck und Aufbau des Pneus sind gute Bedingungen für den Maschineneinsatz abwarten.

  • Der neue Traktor wurde für Fr. 7'000.- mit einer Reifendruckanlage ausgerüstet, vor allem um die Felder zu schonen. Es wird alles daran gesetzt, um die Bodenbelastung zu optimieren. So kann auf der Strasse mit Transportdruck, auf dem Feld mit Minimaldruck gearbeitet werden.

  • Ein grosses Problem sind die Erntemaschinen. Schlimme Beispiele sind Mähdrescher im Getreide und Mais, die Zuckerrübenernte mit dem "Holmer", wenn möglich noch unter drei Mal, der immer wieder über die gerodete Fläche fährt. Anschliessend kommt die Direktsaat mit einer optimalen Bereifung – und das Feld sieht trotzdem schlecht aus.

  • Die Deutschen sagen, es spiele keine Rolle, wie gross eine Maschine ist. Wichtig ist, das Gewicht  muss auf allen Rädern gleichmässig verteilt sein. - Und trotzdem ist das gewicht entscheidend für die Verdichtung in der Tiefe.

  • Je breiter der Pneu, desto tiefer die Druckzwiebel. Auch Drainagen auf über 1m Tiefe können, obwohl mit weniger als 1 Bar Reifendruck gefahren wird, beschädigt werden.

  • Zuwenig Druck am Hang (0.8) kann Probleme geben, vor allem, wenn der Körnertank voll ist.

  • Traktorenreifen können auch zu breit sein. Bei schlechten Verhältnissen kann die Zugkraft nicht auf den Boden gebracht werden. Schmierschicht und Wurmerde tragen das Ihre dazu bei. 

  • Sind die Parzellen hofnah, so werden die Pneus so gepumpt, dass sie die Lasten tragen mögen. Dazu kommen eher kleine, leichte Maschinen.

  • Die Futterernte erfolgt im Sommer mit der Quaderballenpresse, im Herbst aber mit einer leichteren Rundballenpresse. Rechte Bereifung mit angepasstem Innendruck muss sein. Die Schlagkraft darf aber nicht darunter leiden (Silageernte mit Muldenkipper).

Dies ist ein sehr komplexes Thema. Wichtig ist der Druck je cm2. Es besteht noch grosser Forschungsbedarf.

Empfehlungen

Schaut darauf, eher kleinere Maschinen mit weichen Pneus einzusetzen und kauft eher grössere, teurere, breitere Reifen!

Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Direktsaat oder konservierenden Bodenbearbeitung ist die Investition in die Bereifung der vorhandenen Maschinen. Nicht maximale Leistung, sondern angepasste Arbeitsweise zahlen sich in Zukunft aus. Bei Neuanschaffungen eher kleinere, leichtere Verfahren bevorzugen.

Reifendruck, Achslast und Radlast sind ein sehr wichtiges Thema. An die Bedingungen angepasste Arbeitsweise ist aber viel wichtiger.  Mit einer Reifendruckregelanlage kann bequem der Luftdruck angepasst werden. Grosse Bereifung, Doppelräder, evtl. Raupen helfen das Gewicht auf grössere Flächen verteilen.  Je tiefer die Achslasten oder Radlasten, desto tiefer ist das Risiko einer Schadverdichtung.  Bei hofnahen Flächen kann auch einmal beim Strassentransport etwas langsamer gefahren werden, damit der Reifendruck nicht zu hoch gewählt werden muss. Die Tragfähigkeit der Bereifung ist bei Feldarbeiten meist auch bei minimalem Druck gewährleistet.

 

Reifendruckregelung während der Fahrt

Reifendruck

   SWISS NO-TILL,  26.03.2007