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Direktsaat ABC - Tipps zu Direktsaat von Praktikern für Praktiker: | ||
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NÄHRSTOFFVERSORGUNG |
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Beobachtungen/Erfahrungen |
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Nur ein intakter Boden kann die Kulturen auch entsprechend mit Nährstoffen versorgen. Neben Versorgungsniveau sind auch Bodenstruktur, Wasser und Humusgehalt entscheidend. Gemäss Erfahrung wird aus dem Boden
eindeutig mehr Stickstoff nachgeliefert als angenommen. Die Versorgung ist gefühlsmassig besser und
nachhaltiger, wirkt aber im Frühjahr eher weniger schnell. Vielfach ist
Düngen nach Augenmass und nicht nach "Düngungsbilanz" angesagt. Das heisst, bei
der Grunddüngung muss die Bilanz aufgehen. Oft wird nach den alten Düngungsnormen
und nicht nach Suisse-Bilanz-Normen gedüngt. Grunddüngung auf
allen Parzellen gleich, egal wie die Bodenprobe ist. Die Nährstoffversorgung ist in einem Direktsaatsystem besser als im Pflugsystem. Der neu aufgebaute Humus verbessert das Speichervermögen von Nährstoffen und Wasser. Die Pflanzenverfügbarkeit der Nährstoffe nimmt zu. So wie der Boden kaum von einem Jahr auf das andere zerstört werden kann, verbessert sich der Zustand auch nur langsam. Die Humusanreicherung wird immer stattfinden, aber nach einer gewissen Zeit nicht mehr so stark, die Kurve flacht ab, es stellt sich eine Plafonierung ein. Irgendwo pendelt sich das System ein ("dynamisches Fliessgleichgewicht"). Zuerst
scheinen die Kulturen schmächtiger, holen später aber wieder auf und
sind am Schluss meist schöner als die Nachbarkulturen auf gepflügten
Feldern.
Der Einsatzzeitpunkt der Nährstoffgaben muss genau geplant sein. Spezielle Beobachtungen Die oberste Bodenschicht ist wahrscheinlich bei langjährigen Direktsaatböden ganz anders aufgebaut als bei anderen Böden, ähnlich einer Naturwiese. Die oberste Schicht ist humoser (Zunahme bis zu 2% in 10 Jahren). Dadurch ist der Boden brüchiger, er erwärmt sich schneller, die ganze Nitrifikation kommt vermutlich eher in Gang. Die Düngung muss daher früher erfolgen, und die Gabe muss etwas höher sein. Die Einsparungen lassen sich dann später wieder machen. Grund ist die Bodenwärme. Messungen von M. Häberli (Rosshäusern/BE) vor zwei Jahren bestätigen dies. Bei Kulturen, die im Sommer und im Herbst angesät wurden (Herbstkulturen), waren im Frühling keine Unterschiede zu konventionellem Anbau mehr erkennbar. Im Gegenteil, bei A. Wyssbrod (Rubigen/BE) waren die Böden im Frühling 1 - 2°C wärmer. Dies hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass durch das hohe Porenvolumen (Regenwurmgänge) der Luftaustausch schneller erfolgt und daher grösser ist. |
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Empfehlungen |
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Die Grunddüngung kann als Fruchtfolgedüngung
gemacht werden. Im Frühjahr geht es meist etwas länger, bis die
Nachlieferung des Direktsaat-Bodens in Gang kommt. Die ersten Düngergaben sind daher
etwas vorzuziehen. Auf umgestellten Böden ist die
Ausnutzung der Dünger besser. Die
Verfügbarkeit, aber auch die Festsetzung der Nährstoffe, entspricht besser
dem Bedarf der Kulturpflanzen. Nicht ausser Acht zu lassen darf man den Bedarf der Ernterückstände und der Zwischenkulturen. Gesamthaft
müssen nicht mehr Nährstoffe eingesetzt werden.
Eine frühe hohe Gabe oder Startgabe kann mit dem Weglassen einer späten
Kopfgabe kompensiert werden. Im Verlaufe der Jahre ist es möglich,
dank der steigenden Verfügbarkeit, die Nährstoffmenge bei gleichen oder höheren
Ertragserwartungen reduzieren zu können. Siehe auch DÜNGUNG STARTDÜNGUNG |
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Pflanzennährstoffe in Stallmist |
Pflanzennährstoffe in Gülle |
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SWISS NO-TILL, 08.03.2007