Direktsaat ABC - Tipps zu Direktsaat von Praktikern für Praktiker:

 

 

MULCHSCHICHT

Beobachtungen/Erfahrungen

Mulchschicht = organisches Material, das den Boden bedeckt, z.B. Stroh.

 

Positive Eigenschaften:

  • schützt den Boden vor Erosion

  • schützt den Boden vor Austrocknung

  • fördert das Wasserhalte-Rückhaltevermögen

  • unterdrückt Unkräuter

Das Ziel der No-Tiller ist, den Boden permanent zu bedecken. In unserem kühl-gemässigten Klima gibt es gegen dieses Prinzip Vorbehalte:

  • der Abbau der Pflanzenreste erfolgt nur langsam

  • Schnecken können sich gut entwickeln

  • im Frühling trocknet der Boden langsam ab

  • im Frühling erwärmt sich der Boden langsam

  • Bodenherbizide gelangen nicht in den Boden und wirken demnach weniger gut

  • auch die Düngerwirkung  kann verlangsamt sein  

Mit zunehmender Dauer verlieren diese Vorbehalte an Bedeutung.

Empfehlungen

Eine permanente Bodenbedeckung wird durch eine Saat unmittelbar nach der Ernte der Vorkultur gefördert. Beispiele: Gründüngungen, Kunstwiesen, Getreide nach Mais

 

Der Abbau der Mulchschicht kann anfänglich in der Umstellungsphase gefördert werden:

  • Mulchen, z.B. Gründüngung vor Zuckerrüben bereits im Spätherbst (wird aufgrund der langjährigen Erfahrungen aus dem Systemvergleich "Oberacker" auf der Rütti, Zollikofen, nicht empfohlen).

  • Möglicherweise durch flaches Einarbeiten von grossen Strohmengen

Mit blattaktiven Herbiziden, Unterfuss- und Blattdüngung kann die Barriere der Mulchschicht zum Boden umgangen werden.

Weiterführender Link:

 

Direktsaat in Mulchschicht in hohe Stoppeln und das gesamte Stroh bleibt auf dem Feld

 

   SWISS NO-TILL,  08.03.2007