Direktsaat ABC - Tipps zu Direktsaat von Praktikern für Praktiker:

 

 

LEGUMINOSEN

Beobachtungen/Erfahrungen

Leguminosen gehören in eine moderne Direktsaatfruchtfolge. Sie bringen verschiedene Vorteile: Grosse Stickstoff-Wirkung, Krankheiten (v.a. Fusskrankheiten in getreidebetonten Fruchtfolgen) werden unterbrochen, Auflockerung der Fruchtfolge (Halm-Blatt-Folge). Die Leguminose hat vermutlich eine Gesundheitswirkung, weil sie botanisch mit keiner anderen Kultur fruchtverwandt ist.

 

Eiweisserbsen und Klee werden im Oberaargau als einzige Leguminosen angebaut. In eher feuchtem Klima um den Sempachersee eignet sich die Eiweisserbse nicht. Eiweiserbsen werden oft nach Mais in die Fruchtfolge eingebaut, anstatt Weizen. Vorteilhaft ist, wenn die Erbsen auf dem eigenen Betrieb verwertet werden können.

 

Soja mit Direktsaat funktioniert sehr gut, Soja ist leider wirtschaftlich nicht interessant.

Die Ackerbohne eignet sich sehr gut zur Auflockerung der Fruchtfolge.

Luzerne gedeiht bestens auf trockenen Standorten, aber auch auf schweren Böden, was in den letzten Jahren noch angezweifelt wurde. Trockene Luzernewürfel finden als Schweine- und Geflügelfutter Verwendung. 

Empfehlungen

Wenn möglich, die Direktsaat-Fruchtfolge mit einer Leguminose auflockern.

Welche Kulturfrucht gewählt wird, spielt keine Rolle, sie muss auf den Betrieb passen.

Soja

Lupine, mit Knöllchenbakterien

   SWISS NO-TILL,  26.03.2007