Direktsaat ABC - Tipps zu Direktsaat von Praktikern für Praktiker:

 

 

LANGZEITEFFEKT

Beobachtungen/Erfahrungen

  • Ein Langzeiteffekt ist nur sichtbar, wenn man die Direktsaat über längere Zeit konsquent anwendet. Neueinsteigern wird daher empfohlen, nicht nur einmal eine Direktsaat auszuprobieren und schon dann zu urteilen. 

  • Der Langzeiteffekt ist garantiert positiv, Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, langfristige Sicherung der Ertragsfähigkeit des Bodens, das heisst zusammengefasst: Rentabilität des Betriebes.

  • Weiter sichtbar oder feststellbar: deutlich weniger Erosion, bessere Nährstoffversorgung und besseres Wasseraufnahmevermögen sowie auch besseres Wassernachlieferungsvermögen. Ein neues "dynamisches" Gleichgewicht pendelt sich ein. Fliesst bei Starkniederschlägen Wasser oberflächlich ab, so ist es klar und nimmt keine Bodenbestandteilchen mit.

  • Langezeiteffekt ökonomischer Natur: mit weniger Aufwand mehr Ertrag. Dieses Ziel wird nach der Umstellung (das heisst nach ca. 5 Jahren) erreicht. Vermutlich wird sich der Ackerbau tendenzmässig in diese Richtung verschieben. In einzelnen Fällen mag sich eine flache Stopppelbearbeitung als geeignet erweisen (Schnecken, Unkräuter), Grubbern ist aber überflüssig und braucht es nicht.

  • Langzeiteffekt zeitlicher Natur: Die frei gewordene Zeit wird anfangs für vermehrte Beobachtungen auf dem Feld eingesetzt. Schon sehr rasch werden diese Zeitfenster für anderweitige Aktivitäten frei (z.B. Direktsaaten als Lohnarbeit).

 

 

Langzeiteffekt: 

Die Umstellung von der koventionelle Bodenbearbeitung mit Pflug (rechts im Bild) auf Direktsaat ohne jede Bodenbearbeitung (links im Bild) verändert den Boden innerhalb von sechs Jahren. Eine permanente Bodenbedeckung, ein stabiles Bodengefüge, ein duchgehendes Porensystem und eine hindernisfreie Durchwurzelung bis in tiefe Bodenschichten kennzeichnen den "neuen Acker".

(Fotos vom "Oberacker" Rütti, Zollikofen/BE, 2000)

   SWISS NO-TILL, 26.03.2007