Direktsaat ABC - Tipps zu Direktsaat von Praktikern für Praktiker:

 

 

KUNSTWIESEN, NATURWIESEN, ZWISCHENFUTTERBAU

Beobachtungen/Erfahrungen

Kunstwiesen:

Kunstwiesen haben im Direktsaat-System nicht den gleichen Stellenwert wie im konventionellen Anbau, denn der Boden ist immer tragfähig und die Bodenruhe ist Dauerzustand.

Luzerne kann tiefere Bodenhorizonte erschliessen, was sich im System positiv auswirkt.

Der Reihenabstand bietet kaum Probleme, für künftige Weiden kann auch eine „Doppelsaat“ über die Diagonale angewendet werden.

 

Zwischenfutterbau

200er Mischungen starten schnell und bieten kaum Probleme bei der Ansaat. Beim Übergang auf die nächste Hauptkultur muss deren starker Wuchs berücksichtigt werden. Genügend Blattmasse, optimaler Spritzzeitpunkt und eine gute Spritztechnik sind wichtige Voraussetzungen.

 

Naturwiesen

Übersaaten zur Verbesserung der botanischen Zusammensetzung funktionieren bei wiederholter Anwendung gut.

 

 

Empfehlungen

Kunstwiesen:

Geduld mit 300er und 400er Mischungen ist gefragt.

Schnecken auch bei Kunstwiese-Ansaaten im Auge behalten.

Für Ansaaten nach Kunstwiese genügend Zeit einplanen, um den Wiesenbestand sicher in den Griff zu bekommen.

Auch Wiesen sollen bei abgetrockneten Bodenverhältnissen geerntet werden, damit die guten Direktsaat- Voraussetzungen genutzt werden können.

 

Naturwiesen:

Wiesenerneuerungen (Sanierungsfälle) sind mit Vorteil mit einem Unterbruch durch eine andere Hauptkultur (z.B. Getreide) vorzunehmen.  

 

Seine selbst umgebaute Direktsämaschine setzt Stefan Minder im Emmental vorwiegend ein für den Futterbau: 

Direktsaat als Neuansaat, als Einsatt oder als Übersaat

 

 

Grasmechanisierte Futterernte

 

Zwischenfutter

 

   SWISS NO-TILL,  24.03.2007