Direktsaat ABC - Tipps zu Direktsaat von Praktikern für Praktiker:

 

 

HERBIZIDE

Beobachtungen/Erfahrungen

  • Die Wirkung von Bodenherbiziden in einem Direktsaatsystem ist im Vergleich zu einem Pflugsystem unsicherer, da die Spritzbrühe zum Teil nicht in den Boden kommt, sondern an den Pflanzenresten hängen bleibt (Spritzschatten).

  • Es werden vermehrt nicht-selektive Herbizide (Glyphosat) eingesetzt.

  • Bei langjähriger Direktsaat nimmt der Herbizidverbrauch tendenziell ab, es wird gezielter gespritzt.

  • Der gezielte Einsatz von Glyphosat kann andere Spritzungen ersetzen.

  • Nachbauprobleme können wegen der fehlenden Bodenlockerung (bewirkt Verdünnung der Wirkstoffe im Boden und beschleunigt den Abbau auftreten. Dieser Umstand muss bei der Fruchtfolgeplanung kurzfristig (z.B. in Trockenjahren) berücksichtigt werden. 

 

Empfehlungen

  • Vermehrt Blattherbizide im Nachauflauf anwenden.

  • Bei Bodenherbiziden in Zuckerrüben die Wassermenge leicht erhöhen (300 l/ha).

  • Bezüglich Nachbau sensible Herbizide meiden (bei der Beratung nachfragen).

 

siehe auch

GLYPHOSAT

Quecke in Weizen

Winde in Weizen

 

   SWISS NO-TILL,  26.03.2007