Direktsaat ABC - Tipps zu Direktsaat von Praktikern für Praktiker:

 

 

EIWEISSERBSEN

Beobachtungen/Erfahrungen

Eiweisserbsen eignen sich gut für Direktsaat. Sie bringen Vorteile für die Fruchtfolge, sie lockern die Fruchtfolge auf (Wechsel Halmfrucht-Blattfrucht) und sammeln Stickstoff (Leguminose). Ihr Vorfruchtwert ist somit hoch. 

Erbsen stehen in der Fruchtfolge oft zwischen Körnermais und Weizen.

Zum Saatgut wird keine Stützfrucht (wie z.B. Gerste) beigemischt.

Entscheidender Vorteil im Sommer kann die bessere Wasserverfügbarkeit sein. Dies wirkt sich auf das Blühen aus.

Um eine Zwischenkultur zu sparen, kann man auch Wintereiweisserbsen anbauen. Diese werden rund acht bis zehn Tage früher reif. Normalerweise sind die Erträge sehr gut.

 

Nachteile:

  • Relativ grosse Ertragsschwankungen. Zudem ist es schwierig, den richtigen Erntezeitpunkt zu bestimmen. 

  • Erbsen reagieren auf verdichteten Boden, sie werden gelb. 

  • Lange Anbaupausen (6-8 Jahre).

  • Erbsen eigen sich nicht gut für niederschlagsreiche Gebiete. Das Dreschen kann Mühe machen, weil die Pflanzen in Bodennähe lange nass bleiben.

Empfehlungen

Saat:

Saat, sobald gute Bodenbedingungen herrschen. Nicht zu flach säen, ca. 6 cm tief.

Falls Erbsen auf Körnermais folgen, muss das Maistroh intensiv zerkleinert werden (ebene Oberfläche für Ernte schaffen). 

Nach der Saat walzen. Steine von Hand einsammeln. Einwalzen von Steinen ist unbefriedigend.

Wintereiweisserbsen sparen eine Zwischenkultur.

 

Sorten:

Auf standfeste Sorten achten (z.B. Santana).

 

Pflanzenschutz:

Gleich wie bei konventionellem Anbau. Blattläuse müssen im Auge behalten werden. 

 

Düngung:

Es ist keine Stickstoff-Düngung nötig. Düngungsvorteil für Folgekultur.

Eiweisserbsen, gesät am 24.4.06, Vorkultur Winterweizen und Oelrettich

(Oberacker, Rütti, Zollikofen, Bild vom 19.5.06)

Eiweisserbsen, gesät am 24.4.06, Vorkultur Winterweizen und Oelrettich,

(Oberacker, Rütti, Zollikofen, Bild vom 9.6.06)

   SWISS NO-TILL,  24.03.2007